Mit meinem ersten Hund Max, einem Husky-Collie-Mix,

hat vor über 20 Jahren alles angefangen.

Ich machte die ersten Erfahrungen im Zusammenleben mit diesem eigensinnigen jungen Vierbeiner,

seiner Versorgung, unserem Sozialverhalten und vor allem seiner Erziehung.

Wir waren viel unterwegs und bekamen schnell Zuwachs von Gassipaten,

Gast- und Ausbildungshunden und Hundesportfreunden.

Als wir 2008 gezwungen waren Max, im respektablen Alter von 16 Jahren,

einschläfern lassen zu müssen, riss das ein großes Loch in unser Leben.

 

Schon nach einem halben Jahr entschieden wir uns jedoch dafür,

eine/n Nachfolger/in aus dem Tierheim zu adoptieren.

Ein kleiner bis mittlerer Hund war gewünscht,

zwei überraschend Große wurden es dann.

So teilen sich unsere beiden Chaoten Linus und Mala

seit nun fast 5 Jahren ihr Heim

mit noch einigen anderen Haustieren unterschiedlicher Gattungen.

 

Beide litten an noch nicht austherapierten Krankheiten.

Wir haben viel Erfahrung in der erfolgreichen Behandlung von kranken Tieren

und deswegen erst einmal keine Angst vor solch einer Herausforderung.

In enger Absprache mit unserem Tierarzt

versuchten wir ein Problem nach dem anderen zu lösen.

Linus hatte Ohrenpilz und –milben,

eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung

und eine grundsätzliche Immunschwäche.

Mala hatte eine leider schon chronische Augenentzündung,

großflächige Eiterekzeme und viele offene Stellen.

Vor allem jedoch, hatten beide extremen Durchfall,

was wir auf die häufig wechselnden Futtersorten im Tierheim zurückführten.

 

Wir begannen also mit den einzelnen Therapien

und fütterten erst einmal Selbstgekochtes als Schonkost.

Nach einigen Wochen war der Durchfall nur noch sehr dezent.

Also fingen wir vorsichtig an

das Selbstgekochte mit hochwertigem Trockenfutter

von einem renommierten Züchter zu mischen.

Dabei achteten wir vor allem

auf einen geringen Rohprotein- und Fettanteil,

weil unser Max durch zu fettes Futter

einen massiven Leberschaden und Fettgeschwulste bekommen hatte.

Deswegen war er sein Leben lang auf Spezialfutter,

Selbstgekochtes und Medikamente angewiesen.

Doch trotz unserer Bemühungen hatten beide Hunde

immer wiederkehrende Durchfallattacken,

die uns viele Nächte um den Schlaf brachten.

Auf Dauer,

bei zwei großen Hunden mit gegenläufigen Diarrhö-Rhythmus,

sehr zehrend.

 Auch unser Tierarzt wusste keine Lösung,

außer durch Medikamente den Zustand einigermaßen zu stabilisieren.

 

Doch allein die Linderung der Symptome behebt noch nicht die Ursache.

                                                                                                                   

Dass dies nach drei Monaten gleichbleibender Kost

nicht mehr an den wechselnden Futtersorten liegen kann,

wurde uns dann auch bewusst und wir beschlossen eine Ausschlussdiät.

Wir wollten herausfinden, was genau die beiden am Futter nicht vertragen.

 

Uns war klar,

dass beide Hunde sicherlich unterschiedliche Nahrungsmittel nicht vertragen.

Also wollten wir erst den kleinsten gemeinsamen Nenner

und dann ein geeignetes Futter finden.

Denn 65 Kilogramm Hund zu bekochen konnte ich auf Dauer nicht bewerkstelligen.

 

Also auf,

mutig in den Dschungel der Fertigfutteranbieter!

Was für ein Erlebnis!

Kaum drin, waren wir auch schon wieder draußen

– mit gefühlten 30 Probepäckchen.

Und nu?

Wieder ständig wechselnde Futtersorten in langsamer Taktung zugeführt?

Das dauert, nach kurzer Berechnung, ja dann nur ein knappes Jahr.

 

Gut, also frisch ans Werk.

Nach intensiven Vergleichen fingen wir mit dem am natürlichsten wirkenden an.

Ja, doch,

klappte auch bis etwa halb fünf Uhr morgens

und fand sein Finale als rückwärtig aufgesprühte Dekoration unserer Tuja-Bäumchen.

Jedoch nur Mono, nicht Stereo

– Mala hatte es vertragen.

Erster Teilerfolg beim ersten Versuch.

Sie bekam das Futter weiterhin,

nächster Versuch Linus…


Zweiter Teilerfolg und erster Rückschlag:

Mala kübelt doch wieder…


 Um das ganze abzukürzen:

Wir haben alle Päckchen ausprobiert und keines hat funktioniert.

 

Also mussten wir intensive Ursachenforschung betreiben und weiterhin kochen.

Um ehrlich zu sein,

obwohl ich selbst keine synthetischen Zusatzstoffe,

Geschmacksverstärker und Konservierungsmittel vertrage,

dauerte es nochmals 2 Monate, bis wir auf den Trichter kamen.

Ich möchte uns doch noch zugutehalten,

dass wir wirklich, wirklich unter massivem Schlafmangel litten.

Durch meine eigene Krankheitsgeschichte,

bei der die Allergien noch das Harmloseste sind,

bin ich schon seit meiner Kindheit

in den biologischen Wechselwirkungen der Organe, der Gelenke und der Haut geschult.


Auf der Basis meines lebenslang erarbeiteten Grundwissens

begann ich nun meine Kenntnisse nach und nach zu vertiefen.

 

So bestätigte sich dann auch meine Vermutung:

Nach dreijährigen intensiven Recherchen

in human- und veterinärmedizinischen Fachzeitschriften,

Berichten von Tierkliniken, Unikliniken,

zahlreichen veterinärmedizinischer Fachliteratur und Dissertationen,

ergibt sich mein Fazit:

Die meisten Futtermittelunverträglichkeiten und –Allergien,

bzw. diverse Krankheiten

werden durch synthetische Zusatzstoffe, künstliche Vitamine und Weizen

hervorgerufen oder verstärken sich.

 

Also brauchten wir ein Futter ohne diese Inhaltsstoffe.

Leider wurden wir trotz aller Anstrengungen zunächst nicht fündig.

Sehr viele Futtersorten werden extrudiert (unter großem Druck stark erhitzt).

Dadurch werden die Vitamine geradezu heraus gekocht.

 

Damit der Konsument

– also mein Hund –

keine Mangelerscheinungen bekommt,

müssen dann wieder synthetische Vitamine zugeführt werden.

Es war ein mühevoller Weg ein kaltgepresstes Futter

ohne Weizen oder auch Getreide zu finden.

Es sollte auch ansonsten allergiearm sein

und zudem noch wenig Fett enthalten.

 

Nachdem wir endlich einen Futtermittelhersteller in Deutschland fanden,

der sich auf artgerechte und vor allem naturnahe Futtermittel spezialisiert hatte,

war die Erprobung beschlossene Sache.

Über mehrere Umwege kamen wir dann an das Futter heran

und es funktionierte spitzenmäßig.

Der Sprüh-Durchfall war innerhalb von drei Tagen erledigt,

die Haut von Mala hat sich vollständig beruhigt,

ihre Augen, die auch durch die Behandlung nicht heilten,

sind nicht mehr rot

und Linus´ chronische Bauchspeichelentzündung

hat sich bis auf wenige Ausnahmen beruhigt.

Mittlerweile kann ich nun auch hinzufügen,

dass Malas Veranlagung zu Schilddrüsenunterfunktion

nicht mehr vorhanden ist.

Um ehrlich zu sein, hat uns das am meisten überrascht.

 

Unsere Sammlung von Tierarztrechnungen

hat sich von einem 10cm auf einen 1cm-Stapel reduziert,

das Fell glänzt

und wir sind alle glücklich.


Klingt vielleicht übertrieben – is´ aber so.


Und jetzt kommt´s:

Weil man so schwer von diesem Futter erfährt,

hatten wir einfach die Idee:

Uns hat´s geholfen, warum Euch nicht auch.

Man muss ja nicht immer solche Probleme haben wie wir,

um seinem Hund was Gesundes zu füttern.

Manchmal reicht´s ja auch die Probleme zu vermeiden.

 

So,

jetzt kennst Du die umfangreiche Geschichte,

wie Gernott im Februar 2012 entstand

und warum der Untertitel „Lasst´s Euch gut gehn“ lautet.  


Denn ganz ehrlich:

Das ist doch der Grund, warum wir und Du uns Haustiere anschaffen,

man will es sich und ihnen gut gehen lassen.

 

Viele Grüße und frohes Knuspern,

Eure Vanessa Haitz


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